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Das Jahr 2009 steht ganz im Zeichen des Gedenkens >200 Jahre Freiheitskampf 1809<. In vielen Bereichen wird schon das hehre Mythos von Heimattreue und Freiheitsliebe beschworen, die zarte Glut unter der Asche (des Vergessens und Verdrängens) zu neuem Feuer entfacht und zu mehr oder minder patriotischen Aktionen aufgerufen werden. Den passenden Auftakt des heimatkundlichen Gedenkens an 1809 bildet eine Geschichte, die es vom Februar 1809 in Söll zu erzählen gibt und in der Kdt. Andreas Hofer selbst die tragende Hauptrolle spielt:
An einem kalten Wintertag des Februar 1809 strebt ein schneidig dahintrabendes Rössl mit seinem Gespann dem stattlichen Gutshof beim >Nuimoar< (auch >Zur alten Post< genannt) zu. Schneidig wie das Rössl ist auch der Lenker des Gefährts, der sich etwas starr von einer sichtlich langen Reise vom Wagen schwingt.
Andreas Hofer, Oberkommandant der Südtiroler Schützen, gibt Söll die Ehre seines Besuches! Was ist der Grund für den weiten Weg ins Sölland? Der Sandwirt war als frisch bestellter Oberkommandant nach Wien berufen worden, um mit Erzherzog Johann am Kaiserhof die Lage Tirols zu beraten und die kaiserliche Unterstützung zu erbitten.
Den Heimweg wählte er über Nordtirol, um seinen Schützenfreund im Tiroler Unterland zu informieren. Vor allem freute er sich auf ein Treffen mit Schützenhauptmann Josef Rainer in Söll, wo er seine Nichte Anna Ladurner besuchen und ein Godlgeschenk überbringen wollte. Sein Patenkind war als junges Mädel beim Nuimoar in den Dienst getreten und als Kindsdirn angestellt worden. Nach herzlicher Begrüßung übergab Hofer dem Annerl eine hübsche Schmuckdose, bevor er sich ausgiebig über ihr Wohlergehen bei seinem Schützenfreund erkundigte. Bis spät in die Nacht hinein wurde nach Lösungen gesucht, wie man der unliebsamen bayerischen Besatzung begegnen könnte. Ja länger sie auch darüber berieten, umso klarer wurde ihnen trotz der vereinnahmten Rötel, dass eine Volkserhebung die napoleonische Knechtschaft beseitigen könnte,
Bevor sich Andreas Hofer verabschiedete, überreichte er dem Rainer ein reich verziertes Jagdmesser zum Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit. Er ließ sein Rössl aus der Vorhütt´n holen, bestieg den Einspänner und verließ lange zurückwinkend den bekannten Gasthof, wo er eben sein Patenkind besucht hatte.
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